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Der zweite Tag der W-JAX war für mich doch eher kurz, da es nicht sonderlich viele Themen gab, die mich interessiert haben. Erster Vortrag war “Systemintegration im Zeitalter der Globalisierung” von Nicolai Josuttis. Dieser Vortrag war dermaßen langweilig, dass bei mir rein gar nichts hängengeblieben ist. Die nächste Session war “Application Performance Monitoring – Best Practices” von Rainer Schuppe, ein wirklich ausserordentlich guter Vortrag. Rainer hat dabei die Fallstricke von Application Performance Monitoring dargestellt und die Best Practices beleuchtet. Natürlich darf man nicht vergessen, dass Rainer bei codecentric arbeitet, die mit AppDynamics ein – ausserordentlich gutes – APM-Tool verkaufen. Glücklicherweise gab es keine Gegenüberstellungen der einzelnen Tools. Nach dem Vortrag habe ich mich noch mir Rainer unterhalten und wir saßen die nächste Session nebeneinander: die Konkurrenz (dynaTrace) hat zum Thema “User Experience messen und verstehen” geladen. Der Vortragende war Alois Reitbauer, leider habe ich der Session nicht wirklich folgen können, da ich mehrfach angerufen worden bin …
Das war es für mich schon, ein kurzer Tag, ursprünglich hatte ich mir ja vorgenommen, mir noch “JBoss at 7: A new App Server, new Tools and a new Attitude” anzuschauen (ja, ich bin ein JBoss-Fanboy), aber ich merkte schon, dass mir eine Erkältung in den Knochen sitzt.
Dieses Jahr war ich zum ersten Mal bei der W-JAX (ein Dank an meinen Chef dafür), schön war es. Der Veranstaltungsort war dem Rahmen angemessen: das “The Westin Grand”. Wobei der Kontrast zwischen den ganzen Nerds und den Übernachtungsgästen kaum hätte größer sein können.
Meine erste Session war auch die erste Keynote: “Big Data and the Evolving Corporation” von Jim Stogdill (Accenture). Ein ganz netter Vortrag über die Entwicklung der IT. Kernthese war, dass wir im Zeitalter von Big Data angekommen sind und sich Geschäftsmodelle um die Daten drehen werden. Soweit, so trivial. Ich hätte mir von der Keynote etwas mehr Tiefe erhofft, aber … es war eine Keynote.
Deutlich interessanter war die Session “Go Fullstack: Webanwendungen mit Java EE” von Michael Kurz (IRIAN Solutions): Thema war die Entwicklung von Webanwendungen mit dem Platin Vanille JEE-Stack. Ich war überrascht, wie sehr CDI doch die Entwicklung – speziell im Frontend-Bereich – simplifiziert hat. Besonders interessant fand ich den Conversation Scope als Alternative zu Sessions bei z.B. Wizards. Der Conversation Score ist deutlich schlanker als die Session und mit CODI sehr einfach nutzbar Conversation Scope.
Wirklich positiv überrascht hat mich die Session “Elastische Java-Anwendungen” von Mirko Novakovic (codecentric AG), der die einzelnen Cloud-Ansätze von EC2, Azurs, Cloud Foundry oder AppEngine beleuchtet und die Unterschiede dargestellt hat. So ganz nebenbei hat er auch von einem Projekt erzählt, dessen Ziel es war, JBoss elastisch bei EC2 zu betreiben. Ein Ansporn für mein nächstes privates Projekt.
Als nächstes wollte ich die Session “Things you should know about Scalability!” von Robert Mederer (Accenture) besuchen, aber irgendwie habe ich das zeitlich nicht hinbekommen. Stupid me!
Letzte Session des Tages für mich war “Architekturbewertung – Der Schlüssel zur besserer Architektur(-arbeit)” von Stefan Toth (oose Innovative Informatik GmbH), die war auch irgendwie ganz gut, aber es gab dort für mich keinen signifikanten Erkenntnisgewinn: das Auflösen von Abhängigkeiten nur um des Auflösens willen bringt keinen Gewinn. Und Zyklen sind nicht gut.
Insgesamt war ich vom ersten Tag nicht sonderlich überzeugt … die nächsten Tage waren besser …
Update: Hier ist noch ein Interview mit Pavlo Baron von der codecentric AG, Thema ist “Big Data und die Möglichkeiten”
In der aktuellen Ausgabe des Java Magazin habe ich einen etwas längeren Artikel über das Management großer JBoss-Infrastrukturen mit Hilfe von JBoss Operations Network (JON) geschrieben. Ich denke, es ist eine ganz ordentliche Einführung in JON geworden, die quasi nach der Installation beginnt und zeigt, was mit relativ wenig Aufwand mit diesem Tool machbar ist. Ein weiterer sehr guter Artikel über RHQ/JON ist bei Jaxenter zu finden. Heiko Rupp ist der Autor dieses Artikels, bei Twitter ist er unter pilhuhn zu finden.
Lange nix mehr geschrieben, leider aus Gründen. Somit ergibt sich ein Artikelstau, der abgearbeitet werden muss …
Ich war neulich wieder bei den Systemhelden und wir haben eine neue Folge von “Heldenfunk” aufgenommen. Dieses Mal habe ich ein paar Worte über AppCode erzählt. Besonders für die Oracle-Jungs und Mädels gibt es dieses Mal ein Schmankerl: eine Nachlese zur Oracle OpenWorld. Hört es euch an, es lohnt sich.