Die ersten zwei Wochen in Berlin sind rum und die Lage normalisiert sich langsam: nahezu alle Möbel sind aufgebaut (IKEA-Black-Belt, U know), fast alle Umzugskartons sind ausgepackt, Internet ist wieder am Start und “der Kiez” (sagt man hier so, glaube ich) ist erkundet. Was mich positiv überrascht ist die Zuverlässigkeit des ÖPNV, no shit. Ich hatte mir schon Horror-Szenarien ausgemalt, man hört ja so einiges, aber es ist alles recht geschmeidig. Die S-Bahnen sind nicht zu voll, die Tram-Bahn fährt regelmäßig, alles prima … OK, manchmal stinkt die S-Bahn ziemlich nach Urin, aber hey … ich muss ja nur vom Alex bis zur Warschauer Straße fahren, alles kein Problem … und überhaupt: Alexanderplatz, du geile Sau! Da wir ja Fitness-Nazis sind, mussten wir uns ja sofort in einem Studio anmelden und die Wahl ist auf das Fitness First am Alexanderplatz gefallen. Sehr geile Aussicht, hat was … Was mir echt nicht so zusagt ist, dass der Berliner anscheinend auf seine Stadt scheisst und gerne mal die Straßen zumüllt, was mir doch ein wenig zuwider ist. Das ist eine der Sachen, die mir in München sehr gut gefallen: die Menschen achten auf ihre Stadt, siffen sie nicht zu und randalieren nicht. Berlin, da geht noch was!
IKEA-Black-Belt
Der Umzug nach Berlin
Jetzt ist es so weit, die letzten zwei Tage habe ich Kisten gepackt “like a boss”, d.h. wenig Schlaf, viel Muskelkater … heute um 06:30 kam der große Umzugswagen und die Jungs vom Umzugsunternehmen haben den in 2,5 Stunden bepackt, in 8 Stunden waren sie in Berlin und um 22:00 war alles aufgebaut, Respekt!
Morgen ist mein letzter “richtiger” Tag in München, übermorgen fahre ich bereits nach Berlin. Meinen Münchner Jahre enden so wie sie angefangen haben: in einem Hotel … ich war jetzt fast 9 Jahre in München und habe habe großartige Leute kennengelernt (meine Frau, meinen ehemaligen Projektmanager bei Accenture, von dem ich viel lernen konnte, meinem ehemaligen Chef bei Softlab/Cirquent, mit dem ich viel lieber mehr Projekte gemacht hätte, meine Kollegen bei der Allianz, die Podcaster vom Heldenfunk, etc.) und viele schöne Projekte hier gehabt. In München haben meine beiden Kinder das Licht der Welt erblickt (beide im Klinikum der LMU Frauenklinik Maistraße) und auf dem Gutshof Menterschwaige haben meine Frau und ich geheiratet. Trotz all dieser Ereignisse bin ich mit der Stadt nie wirklich warm geworden: das einzige, das ich vermissen werde, wird wohl die Nähe zu Norditalien sein (ich liebe Meran).
Ich freue mich wirklich unglaublich auf Berlin: die Stadt, die Menschen und mein großartiger neuer Job!

