Facebook will deine Gedanken lesen

 

Schon heute weiß Facebook so viel über einen, dass man hin und wieder das Gefühl bekommt, das soziale Netzwerk könne Gedanken lesen. Das ist natürlich nicht so, könnte sich aber schon bald ändern.

Klingt wie Science-Fiction? Nein, Facebook arbeitet tatsächlich daran.
Der Konzern will Menschen nämlich direkt aus dem Gehirn heraus Worte im Computer schreiben lassen. So bestätigte die Facebook-Managerin Regina Dugan am vergangenen Mittwoch auf der Entwicklerkonferenz „F8“: „Es klingt unmöglich, aber es ist näher als es Ihnen bewusst ist“.

 

Es gehe dabei z.B. um die Möglichkeit eine Textnachricht zu verschicken, ohne dafür das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen. Das angestrebte Ziel sei dabei, auf 100 Worte pro Minute zu kommen – und das könnte in einigen Jahren erreicht werden.

Bereits heute können bspw. Patient/innen mit der Nervensystemerkrankung ALS mittels implantierter Sensoren und Gedankenkraft einzelne Buchstaben auf einer virtuellen Tastatur ansteuern und schaffen so ca. 8 Worte pro Minute.
Implantate seien für einen massentauglichen Technologieeinsatz aber nicht geeignet, lässt der Konzern mitteilen. Es müssten viel mehr hochempfindliche Sensoren auf der Oberfläche des Kopfes geben, welche die Gehirnaktivität „hunderttausende Male pro Sekunde auf den Millimeter genau“ überwachen. „Solche Technologie existiert heute nicht. Wir werden sie erfinden müssen“, sagte Dugan und verweist darauf, dass bei Facebook bereits ein Team aus 60 Forschern an dieser Vision arbeitet.

Noch stehen ungelöste Problemstellungen und riesige Datenmengen diesem Vorhaben im Wege.
Doch eine Anwendung davon könne sein, dass Menschen z.B. sprachübergreifend kommunizieren könnten, ohne vorher eine ihnen fremde Sprache zu lernen.
So könnte bspw. der reine Gedanke an eine Tasse direkt mit dem entsprechenden Fremdwort in Spanisch oder Chinesisch umgesetzt werden. „In ihrem Kopf ist eine Tasse nicht ein Etikett mit dem Wort darauf, sondern ein von Menschen geschaffener Gegenstand, den man in der Hand halten und daraus Flüssigkeiten trinken kann“, erklärte Dugan. „Eines nicht so fernen Tages könnte es sein, dass ich auf Chinesisch denke und sie es sofort auf Spanisch fühlen.“

Doch was für eine Zukunft würde uns durch solche Visionen erwarten?
Wie würde sich evtl. sogar unser Gehirn und unser Organismus dadurch im Laufe der Zeit verändern? Brauchen wir Menschen solche technologischen Fortschritte vielleicht sogar dringend, damit sie uns zukünftig helfen werden, mit der künftigen künstlichen Intelligenz mitzuhalten?
Ein „Teufelskreis“?

Laufen wir in nicht allzu ferner Zukunft alle stumm durch unseren Alltag, der um eine virtuelle Realität erweitert wurde und bedienen alles in unserem Wirkungsbereich mittels Gedankenkraft?
Schon heute sind doch, nicht erst seit Amazons „Alexa“ oder Apples „Siri“, Sprachbefehle ein Teil unseres Alltagsgeschehens und eine direkte Steuerung aus dem Gehirn heraus, wäre da wohl nur der nächste logische Schritt.
Was meint ihr?

 

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